Cover Profit Advisor

#10 The Profit Advisor

Mit Steuerberaterin Benita Königbauer  aus München unterhalte ich mich über die Rolle des Steuerberaters als „Erfolgsratgeber“, wie es gelingt echten MehrWert für die Mandanten zu schaffen und wie Sie die Buchhaltung zum Fundament dafür machen.

Dauer 42 Minuten

The Profit Advisor – The new role of accountants and bookkeepers

Femke Hogema, 29. März 2020, 266 Seiten

Gratis-Checklisten zum Buch auf Femkes Webseite

Shownotes

  1. Die wichtigsten Erkenntnisse in 1 bis 3 Sätzen

Perspektivwechsel: Unternehmerberatung ist die Hauptleistung und ReWe / JA die „Zuastzleistung“, nicht umgekehrt.

Unternehmer interessieren sich nicht für ihre Buchhaltung / Zahlen – finden Sie das Thema, das den Unternehmer interessiert und reden Sie darüber.

Get your house in order first – 4 bis 6 Monate die online-Buchhaltung auf Vordermann bringen, dass sie wirklich reibungslos läuft als Grundlage für die Beratung

2. Was hat Dich stutzen lassen

Beim Kommunikationsteil zum Schluss ist sehr viel Wissen und Erfahrung notwendig, um diese Gespräche zu führen. Das wird recht locker flockig übergangen.

Insbesondere „Influencing with language“ finde ich heikel ohne weiterführende Ausbildung.

3. Was hat Dich zum Lachen gebracht

Die Geschichte von Unternehmer Omar, der seinen Mitarbeitern eine Pizza spendiert. Aus $ 44,95 werden € 244.95 mit 19 Schritten bis der Beleg in der Buchhaltung verbucht ist. 

4. Was bezweifelst Du

Ich bin mir nicht sicher, bis zu welcher Unternehmensgröße das funktioniert. Solopreneure ist klar, aber der Handwerker mit 20 Mitarbeitern?

5. Das beste Beispiel / die beste Geschichte

Die Analogie zum Hausbau: Fundament ist wichtig, aber für den Hausbauer uninteressant.

Der Vergleich Buchhaltung und Zähne putzen. Jeden Tag 2×2 Minuten statt 1 mal im Quartal. Es wird zur Gewohnheit und man fragt sich nicht, ob man Lust dazu hat sondern macht es einfach.

6. Was kannst Du für die Praxis rausziehen

  • Zusammen mit dem Mandanten den Kontenrahmen festlegen inklusive Kontenbeschriftungen!!! Wer die Standard-BWA nutzt, braucht sich nicht wundern, wenn Mandanten sie nicht lesen. Für den Mandanten sprechende Namen wählen.
  • Der 6-Schritte-Prozess für den Mandanten, wie er sein Rechnungswesen organisiert – eine Mini-GoBD-Beratung, die dem Mandanten tatsächlich das Leben erleichtert. Als FAQ aufziehen in der Sprache des Mandanten. Pos. 1157 mit konkretem Beispiel
    Tipp für den Mandanten, wie er seine Dateien benennt – genau das sind die Kleinigkeiten, die Mandanten wertschätzen: Was | Wer | Wann
    Kann in der Kurzfassung unter theprofitadvisor.eu heruntergeladen werden
  • Die Simplification Tools
    • Keine Fachausdrücke – Verstehen ist wichtiger als Korrektheit
    • Zuerst das Große Ganze, dann das Detail
    • Fragen Sie sich, wie die wirkliche Frage lautet – Nachfragen „Warum interessiert Sie das?“
    • Stellen Sie eine Verbindung zu den Mandantenerfahrungen her
    • Die Warum und Wofür-Technik – was sind die Auswirkungen, statt Was wird gemacht „Warum ist das interessant für meinen Mandanten“ und „Warum erzähle ich es ihm“, „Was soll der Mandant anschließend tun“ -Beispiel Forderungsabschreibung: der Begriff bedeutet dem Mandanten nichts. Doch wenn Sie sagen „Der Gewinn wird um 12.000 geringer sein als Sie dachten weil Kunde X seine Rechnung nicht bezahlt“ dann versteht er es.

  • Was ist das wirkliche Problem des Mandanten?

Um das herauszufinden, macht es Sinn Nicht-Mandanten zu fragen. Denn die geben oft nur oberflächliche Antworten oder befürchten, mit ehrlichen Antworten die Beziehung zu belasten

z.B. Unternehmer-Netzwerk, Schul- / Studienkollegen:

  • Was frustriert Sie wenn Sie an die Steuerberatungs-Branche denken
  • Was wünschen Sie sich, sollten Steuerberater anders machen
  • Was müsste sich ändern, damit Sie Buchhaltung weniger Aufwand kostet
  • Was verwirrt Sie am meisten an der StB-Branche
  • Welche Dienstleistungen und Produkte würden Sie gern bei einem Steuerberater kaufen, die Sie im Moment nicht bekommen
  • Was ist Ihre größte finanzielle Herausforderung?
  • Suchen Sie auf Xing, LinkedIn, Facebook nach Unternehmergruppen und schauen Sie sich an, welche Fragen dort gestellt werden

 

Mit bestehenden Mandanten 1 mal jährlich ein Erwartungsgespräch führen mit folgenden Fragen:

  • Wo wollen Sie in 5 oder 10 Jahren sein
  • Wo wollen Sie in 1 Jahr von heute aus sein
  • Was ist das größte Hindernis, um dort hinzukommen
  • Wie hilft oder behindert Sie Ihre Buchhaltung dabei, dort hinzukommen
  • Was denken Sie, wie kann ich Ihnen dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen
  • Was ist Ihre größte Sorge, wenn Sie an Ihre Finanzen denken
  • Wenn ich Ihnen einen Zauberstab geben, mit dem Sie mit einem Schnipser Ihre Buchhaltung organisieren können wie immer Sie wollen. Wie würde diese Buchhaltung dann aussehen?
  • Wovon träumen Sie? Wenn alles möglich wäre, was würden Sie tun?

 

  • Die Zahnputz-Methode: Administration in 30 Minuten pro Woche und 1 Minute pro Tag

 

  • Erstellen des Profitable Plans
  • Hausaufgabe des Mandanten im Vorfeld

Fragebogen ausfüllen, die gleichen Fragen die sich in Kapitel 2 der Steuerberater stellen muss, um seine Positionierung zu finden

  • ½ bis ganzer Tag Workshop mit Mandanten

Sehr schön ausführlich beschrieben, wie und mit welchen Fragen. Dabei sind die Fragen nicht so sehr dazu da, sofort Antworten zu finden. Sondern ihn zum Nachdenken zu bringen.

7. Was war neu für Dich

Das First Time Right Prinzip (angelehnt an Six Sigma): Dafür sorgen, dass alle Aktivitäten beim ersten Mal und jedes Mal richtig ausgeführt werden.

Niederländische StB-Kanzlei 216 – www.216.nl

Bietet die Standarddienstleistungen Buchführung, JA und StE gratis an. Berechnet Honorar für die unternehmerische Beratung. – Webseite mit DeepL übersetzt

8. Warum muss man dieses Buch gelesen haben – oder auch nicht

Es zeigt richtig gut auf, wie Unternehmer ticken. Und bietet mit vielen Details konkrete Hilfestellungen dabei, wie die Zusammenarbeit der Basis gestaltet wird und das Planungsgespräch inhaltlich durchgeführt wird.

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Weitere Lesenotizen von mir

Während des Lesens habe ich mir zu den 11 Kapiteln weitere Notizen gemacht. Die können gern per Mail an angela@kanzleioptimisten.de bei mir angefordert werden.

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