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Mehr Informationenvon „Nele Hirsch, Beltz in der Verlagsgruppe Beltz Weinheim/Basel“, 156 Seiten, 2025
Lerngestaltung weiterdenken: Impulse und Methoden für gutes Lernen im digitalen Wandel.
Lernen mit Komposterde statt Zementmischer
In dieser Episode habe ich gemeinsam mit den Lernexpertinnen Jennifer Fritz und Katrin Zinke über ein Buch gesprochen, das eigentlich für Pädagoginnen und Pädagogen geschrieben wurde – aber weit darüber hinaus wirkt. „Lerngestaltung – Weiterdenken“ von Nele Hirsch ist ein echtes Ideenbuch für alle, die Lernen gestalten: in Schule, Unternehmen oder auch in der eigenen beruflichen Entwicklung.
Und ja: Man merkt diesem Buch auf jeder Seite an, dass Lernen auch Spaß machen darf.
Die wichtigsten Erkenntnisse in 1–3 Sätzen
Gutes Lernen entsteht dort, wo Freude, Offenheit und Zusammenarbeit zusammenkommen.
Nele Hirsch zeigt mit vielen konkreten Methoden, wie Lernen aktiver, kreativer und gemeinschaftlicher gestaltet werden kann – gerade in einer Zeit, in der Digitalisierung und KI vieles verändern.
Entscheidend ist nicht mehr nur Wissen zu vermitteln, sondern Menschen zu befähigen, kritisch zu denken, miteinander zu lernen und die Zukunft aktiv mitzugestalten.
Was kannst Du für die Praxis rausziehen?
Das Buch ist voller kleiner Methoden, die man sofort ausprobieren kann. Drei Ideen sind uns besonders hängen geblieben:
• Impulse statt Dauer-Vortrag: Kurze Wissensimpulse geben – und danach Zeit für Austausch, Reflexion oder kleine Gruppenarbeiten lassen. So wird Lernen aktiver.
• Fragen statt Antworten: Gute Fragen sind der Motor des Lernens. Wer neugierig fragt, kommt automatisch ins Denken.
• Barcamp-Mindset: Wissen entsteht gemeinsam. Wenn Menschen ihre Erfahrungen teilen dürfen, entstehen oft die wertvollsten Lernmomente.
Das passt perfekt zu modernen Lernformaten in Unternehmen oder Kanzleien: weniger Frontalbeschallung, mehr gemeinsames Entdecken.
Das beste Beispiel aus dem Buch
Ein Bild aus dem Buch hat mich besonders zum Schmunzeln gebracht:
Nele Hirsch beschreibt zwei Wege, wie wir mit Veränderungen umgehen können:
Die Zementmischer-Variante:
Wir versuchen, alles beim Alten zu lassen und verteidigen bestehende Strukturen.
Die Komposterden-Variante:
Wir nehmen das, was da ist, mischen es neu und lassen daraus etwas wachsen.
Dieses Bild ist großartig – weil es Veränderung nicht als Bruch zeigt, sondern als Weiterentwicklung.
Was hat mich zum Lachen gebracht?
Mehrmals musste ich schmunzeln, weil das Buch so liebevoll mit typischen Lernsituationen spielt.
Zum Beispiel mit der bekannten Redewendung zur Einschulung:
„Jetzt beginnt der Ernst des Lebens.“
Warum eigentlich?
Warum sagen wir nicht:
„Jetzt beginnt das größte Lernabenteuer deines Lebens.“
Dieser Perspektivwechsel bringt das ganze Buch wunderbar auf den Punkt.
Was war neu für mich?
Ein spannender Gedanke ist die radikale Gegenwart im Lernen.
Gemeint ist damit, Lernräume so zu gestalten, dass Menschen wirklich präsent sind:
staunen, Fragen stellen, widersprechen, Perspektiven wechseln.
Das klingt selbstverständlich – ist aber in Zeiten von Dauerablenkung, Meetings und Multitasking gar nicht so einfach.
Warum sollte man dieses Buch lesen?
Weil es daran erinnert, worum es beim Lernen wirklich geht:
nicht um Noten, Zertifikate oder abgearbeitete Inhalte –
sondern um Neugier, Entwicklung und gemeinsames Denken.
Oder wie Jennifer Fritz im Podcast so schön gesagt hat:
„Freude am Lernen ist das Sahnehäubchen.“
Und genau dieses Sahnehäubchen verteilt Nele Hirsch großzügig in ihrem Buch.
Wenn Du neugierig geworden bist:
In der Podcastfolge sprechen wir noch über viele weitere Methoden – vom Barcamp-Prinzip über kritisches Denken bis hin zu kreativen Ideentechniken.
Viel Spaß beim Zuhören und beim eigenen Lernabenteuer!